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Die schönste Zeit des Jahres am Kummerower See

Der Kummerower See, um den sich manche Legende rankt, ist in eine reizvolle hügelige Landschaft eingebettet. Der See entstand durch das Abschmelzen der Gletscher der letzten Eiszeit. Mit 33 km² ist er der viertgrößte See in Mecklenburg-Vorpommern. Die durchschnittliche Tiefe beträgt 8 Meter, die tiefste Stelle misst immerhin 25 Meter. Von Verchen aus führt ein Naturlehrpfad durch die Bornitzer Berge am Ostufer des Sees. Die Findlinge, die das Inlandeis aus den schwedischen Gebirgen hierher gebracht hat, bilden heute einen Blockstrand, der sich am Steilufer bis Meesiger fortsetzt.

Wer hier Urlaub macht, der sucht vor allem Natur, Ruhe, Beschaulichkeit und die Idylle der dörflichen Abgeschiedenheit. Besonders beliebt ist der Kummerower See deshalb bei Familien mit Kindern und Naturliebhabern. Rad- und Wanderwege um den See sind gut ausgebaut. Die Tour führt entlang malerischer Wege und Alleen in kleine verträumte Dörfer mit Geschichte.

Rund um den See kann man sich ebenso Boote ausleihen. Und wer mit einem Kanu in die kleinen Buchten oder Seitenarme der Peene fährt, kann diese Landschaft aus der Perspektive der Biber erleben.

Alljährlich im Juli lockt ein Spektakel der besonderen Art Einheimische und Gäste an den Kummerower See: das Lichterfest. Die Dörfer am See haben sich extra herausgeputzt, es wird gefeiert. Als Höhepunkt werden in der Nacht in den Orten rund um den See faszinierende Feuerwerke entzündet, deren Lichter sich stimmungsvoll auf dem Wasser spiegeln und zum Träumen einladen.

Lageplan

Verchen

Kummerow

Sommersdorf
Radtour um den Kummerower See

Gravelotte -
ein Ort besonderer Geschichte

Der Name des kleinen Ortes bei Meesiger klingt nicht nur französisch, er ist tatsächlich französischen Ursprungs. Während des Deutsch-Französischen Krieges (1870/71) kam es am 18. August 1870 zu einer verlustreichen Schlacht bei Gravelotte in Lothringen, die durch das Eingreifen der pommerschen Regimenter zugunsten Preußens entschieden wurde. An dieser Schlacht nahm auch Fritz Ewald, ein Zimmermann aus Meesiger, teil.

Nach der Rückkehr aus dem Krieg kaufte Fritz Ewald von seinem Wehrsold 28 Morgen hügeliges Land am Kummerower See. Dort baute er einen Gasthof mit Ausspanne im Schweizer Landhausstil. Am 18. August 1873, dem 3. Jahrestag der Schlacht bei Gravelotte, fand die Einweihungs- und Eröffnungsfeier statt. Daran nahmen der aus Meesiger stammende Lehrer Frank sowie zahlreiche Kriegskameraden des Bauherren teil. Anlässlich des Jahrestages schlug Lehrer Frank vor, diesen Ort Gravelotte zu nennen. Der Vorschlag fand bei allen Beteiligten Zustimmung. Durch den damaligen Amtsvorsteher Krüger zu Verchen wurde die Genehmigung zur Führung des neuen Ortsnamens erwirkt. So hält der Ort die Erinnerung an jenes denkwürdige Ereignis der deutsch-französischen Geschichte wach.

Lageplan

17111 Gravelotte

 

17111 Meesiger

 

17139 Gorschendorf-Salem

[Letzte Änderung: 09.06.2008]