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Vorpommersche Dorfstraße

Zwische Anklam und Gützkow befinden sich einige Gemeinden, die mit historischen Funden und fantastischen Schlössern wuchern können. Zu beiden Ufern der Peene in diesem Bereich lohnt es sich, einen längeren Aufenthalt zu planen. Hier wollen die Gemeinden im Zusammenschluss ein touristisches Produkt entwickeln – die Vorpommersche Dorfstraße. Das Peenetal bietet Urlaubern in den beteiligten Gemeinden einen unglaublichen Fund an Flora und Fauna. In der Abgeschiedenheit des Flusses mit seinen Rastplätzen kann man sich wie ein Entdecker fühlen. Daneben sind die kulturhistorischen Stätten, die sich hier wie auf einer Perlenschnur aufreihen, unbedingt sehenswert.

Das Wasserschloss in Quilow

In der Gemeinde Ziethen ist eine Feldstein-Kirche im spätromanischen Stil zu bewundern. Die ehemalige Wassermühle und das Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert mit dem Landschaftspark sind darüber hinaus auch sehenswert.

In Menzlin bei Anklam befindet sich das „Alte Lager“, eine Siedlungs- und Gräberstätte aus der Slawen- und Wikingerzeit. Relikte aus dem Neolithikum (3000 bis 1800 v. Chr.) sind die Großsteingräber in Klein Polzin. Von hier aus lohnt es sich, einen Abstecher nach Schlatkow und Schmatzin zu machen. Die Melkerschule in Schlatkow, ein Fachwerkbau aus dem Jahr 1768, war Verhandlungsort über Krieg und Frieden zwischen napoleonischen und schwedischen Truppen im Jahr 1807. Das Dorfensemble in Schmatzin gibt mit seinen Landarbeiterkaten Einblick in das Leben um 1900. Eine sanierte Gutsanlage mit Speicher und Stall sind die Reste des ehemaligen Rittergutes.

Die Fährmann-Glocke bei Stolpmühl (links), Hinweistafel zu den Ausflugszielen (rechts)

In Groß Polzin befindet sich eine Backsteinkirche, die mit gotischen Stilelementen versehen ist. Das Herrenhaus aus dem Jahre 1860 ist noch heute mit Leben gefüllt. Nur wenige Kilometer weiter kommt man in das Dorf Quilow. Hier zieht das Wasserschloss die Blicke der Betrachter auf sich. Leider ist das in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaute Schloss schon sehr zerfallen. Dennoch wird die Neugierde auf das, was einst hier passierte, geschürt. Von Quilow kann man über einen Plattenweg durch die Peenewiesen Stolpmühl erreichen. Hier kann man mit der Fähre nach Stolpe gelangen. Heute ist Stolpmühl bei den Anglern sehr beliebt.

Der Fährkrug in Stolpe

Bleibt man auf der nördlichen Uferseite der Peene, führt der Weg von Quilow nach Vitense. Nur 2 Kilometer westlich des Ortes befindet sich eine der größten Graureiherbrutkolonien in Mecklenburg-Vorpommern. Die Dorfkirche Lüssow aus dem 15. Jahrhundert ist das älteste Gebäude des Ortes. Das Neorenaissance-Schloss, das hinter den Platanen an der Straße hervorlugt, wird gerade saniert. Die Straße weiter verfolgend, gelangt man nach Pentin. Im ehemaligen Gutshaus befindet sich heute ein Kinderheim. Bis vor kurzem konnte man in Pentin über einen Bohlenweg ins Moor und die Torfstiche gehen. Hier bekam man interessante Einblicke in die Entstehungsgeschichte der Landschaft und ihre Nutzung. Doch leider ist der Weg durch die Feuchtigkeit und Witterung nicht mehr passierbar. Man kann jedoch direkt die Peene erreichen. In der Nähe von Pentin sind auf einer Anhöhe einige Megalithgräber zu finden.

Das Schloss in Neetzow

In Owstin hat sich eine Straußenzucht etabliert. Der Besitzer hat hier große Pläne, das Gut auszubauen und touristisch zu nutzen. Auf der anderen Uferseite der Peene befinden sich die Orte Neetzow mit seinem bezaubernden Schloss sowie Stolpe und Grüttow.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[Letzte Änderung: 10.07.2008 ]