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Jarmen

Erstmalig wird Jarmen als „Germin“ 1269 erwähnt. Der 30jährige Krieg tobte 1630 in Jarmen. Nach Beendigung des Krieges gehörte Jarmen bis 1720 zu Schweden. Zu dem Zeitpunkt lebten ca. 200 Menschen in Jarmen, und es gab 33 bebaute Grundstücke.

Die Stadt liegt ebenso wie Demmin und Loitz direkt an der Peene. Bereits im 18. Jahrhundert wurden von der Floßwäsche aus Güter umgeschlagen, im 19. Jahrhundert dann im Hafen. Die Jarmener Peene wurde zunächst mit einer Fähre überquert.

Ab 1863 gab es eine 68 Meter lange Holzbrücke, die beide Peeneufer verband. 1901 führte auch die Kleinbahn über die Peene und wurde zur Verbindung nach Züssow und Greifswald. Die Stadt nahm Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung.

Die Gebäude stehen noch heute als Zeitzeugen eines wirtschaftlichen Booms zur Jahrhundertwende. Der Zweite Weltkrieg hinterließ kaum Spuren in Jarmen. Die Stadt wurde kampflos an die Rote Armee übergeben. Als Reparationsleistungen an die damalige Sowjetunion wurden die Kleinbahnanlagen demontiert.

Heute ist Jarmen eine Kleinstadt, die sich nach der Wende gemausert hat. Zu der Peenebrücke, die die Bundesstraße 96 über den Fluss führt, wurde ein zweites gigantisches Brückenbauwerk gebaut.

Die A20 führt jetzt die Urlauber auf dem schnellsten Weg in die Küstenregion. Beliebtes Ausflugsziel der Jarmener ist der Zarrenthiner Kiessee. Hier befindet sich eine Badeanstalt.

Reizvolle Einblicke in die Vielfalt der Botanik bekommen Urlauber in den Peenewiesen und in dem sehr gut erhaltenen Peenetalmoor. Die Peene ist hier ein besonders schützenswertes Rückzugsgebiet für Pflanzen und Tiere.

Lageplan

 

17126 Jarmen

 

 

 

[Letzte Änderung: 09.07.2008]