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Mühlen prägen seit Jahrhunderten das Bild Mecklenburg-Vorpommerns.
Zunächst wurden sie durch Wasserkraft angetrieben, später durch den
Wind. Weit über 1000 Mühlen sollen es einstmals gewesen sein. Gut 100
haben bis in unsere Tage überdauert. Oftmals deuten Straßennamen auf
die einstigen Mühlen hin. Müller und Mühlen spielten in der Volkskultur von
jeher eine besondere Rolle. Mit Windmühlen verbinden sich nicht selten alte
Sagen und Spukgeschichten. Sie waren und sind manchmal noch heute
geheimnisumwittert, aber trotzdem anziehend. Gleichsam sind sie
Denkmale der Technik- und Produktionsgeschichte.
 
Privatpersonen oder Vereine bemü- hen sich um den Erhalt und Wieder- aufbau der noch vorhandenen Mühlen. Sie werden genutzt als Wohnhäuser, Museen, Gaststätten oder Galerien. An manchen nagt allerdings weiter der Zahn der Zeit. Ihre Tage sind gezählt.
In der Region um den Kummerower See gibt es eine Mühle in Verchen, die leider dem Verfall preisgegeben ist. Die Holländerwindmühle in Grammentin wird derzeit saniert. Die Rote Mühle in Neukalen wird als Ferienwohnung genutzt.
In Demmin und Gnoien sind in den historischen Mühlengebäuden Restaurants eingerichtet. In Altkalen können Besucher jedoch noch einem Windmüller bei der Arbeit über die Schulter schauen. Die auf dem dortigen Mühlenhof befindliche Holländerwindmühle ist die einzige regelmäßig produzierende Wind- mühle Mecklenburg-Vorpommerns. Die Mühle wurde nach einem Brand der Vorgängermühle 1913 mit Teilen einer abgebrochenen Mühle aus Wittenförden neu errichtet und von 1991 bis 2002 umfassend saniert.
Ein Mühlencafe' und Mühlenhof-Back-tage machen den Besuch zu einem besonderen Erlebnis.
Lohneswert ist für Mühlenfreude ein Besuch des Städtchens Woldegk am Rande der Mecklenburgischen Seenplatte. Nicht umsonst die Stadt der Windmühlen genannt. Von ehemals zehn Mühlen sind noch heute fünf erhalten. Sie prägen eindrucksvoll das Panorama der Stadt. Um alle fünf Mühlen zu besuchen, braucht es etwas Zeit.
In Greifswald, unweit der Kloster- ruine Wieck-Eldena, wurde eine Bockwindmühle mit viel Liebe zum Detail wieder komplett aufgebaut und wird seit 2006 funktionsfähig vorgeführt. Auch in Pudagla auf der Insel Usedom kann ein Blick in das Innenleben einer Bockwindmühle geworfen werden.
Ein besonderer Anziehungspunkt für Kunstinteressierte ist die Kultur- mühle in Benz auf Usedom. Der Erhalt dieser Erdholländermühle ist dem Engagement des Usedomer Malers Otto Niemeyer-Holstein zu verdanken. Er kaufte die Mühle 1974 von dem Geld, das er für den DDR-Nationalpreis für Kunst erhal- ten hatte. Auf seinen Antrag hin wur- de das Gebäude unter Denkmal- schutz gestellt. Heute betreut der Verein "Kunstmühle Benz" das Denkmal. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, regionale Kunst und Kultur zu fördern.
Mühlenhof Altkalen e.V.
Mühlenhof 5 - 17179 Altkalen
Tel.: 039973 70388
Fax: 039973 75774
www.windmehl.de

mehr Infos unter:
www.korn-und-back.de

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